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Modellierung Biomasse
Modellierung Boden
Holzprodukte/ Substitutionspotenziale
Szenarien
Regionalisierung/ virtuelle Forstbetriebe
Bewertung Nachhaltigkeit
ökonomische Bewertung
Wissenstransfer



Teilprojekt 7
Ökonomische Bewertung


Universität Hamburg, Weltforstwirtschaft
Johann Heinrich von Thünen Institut,
Institut für Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft
Matthias Dieter [matthias.dieter(a)vti.bund.de]
Margreth Köthke [mkoethke(a)holz.uni-hamburg.de]

Einordnung
Der Forst- und Holzsektor wird auf vielfältige Weise exogen beeinflusst. Das Teilprojekt Szenarien berücksichtigt hauptsächlich global wirksame Rahmenbedingungen (Emissionsentwicklung, internationale Wirtschafts-entwicklung, internationale Klimapolitik). In der ökonomischen Bewertung werden hingegen solche Rahmenbedingungen untersucht, die von diesen globalen Rahmenbedingungen beeinflusst werden, aber letztendlich direkt auf die Forstbetriebe und die Holzwirtschaft wirken.

Dazu gehören: nationale Politikinstrumente und die Holz- und Zertifikatemärkte.
Nationale Politikinstrumente umfassen Ordnungsrecht,
Subventionen, marktorientierte Instrumente (z. B. Emissions--handel), die auf die Kohlenstoffspeicherung im Wald und in den Holzprodukten, wie auch auf die Substitution von emissionsintensiven Energieträgern (z.B. Kohle) und Materialien (z.B. Stahl) wirken.
Es geht darum heraus zu finden, welche Politikinstrumente in welcher Weise auf die Kohlenstoffspeicherung in Wald und Holz wirken, und wie in Zukunft Anreize gesetzt werden können, um die Klimaschutzwirkung beider Sektoren zu optimieren.
Als Anreizmechanismen werden zwei Arten der Politik instru-mente näher untersucht:

•  staatliche Lenkung wie z.B. eine modifizierte forstliche Förderung und
•  marktorientierte Instrumente,
wie z.B. der Emissionshandel



Das Vorgehen erfolgt in den folgenden Schritten:

•  Analyse gegenwärtiger Politikinstrumente
•  Modellierung und Test von Politikinstrumenten
innerhalb des Gesamtmodells des CSWH - Projektes
•  Politikberatung: Empfehlungen für ein geeignetes “policy design”

Holz- und Zertifikatemärkte werden mittels Modellierung in das Gesamtprojekt einbezogen, da sie durch Preissignale die betrieblichen Entscheidungen in Forst- und Holzwirtschaft maßgeblich steuern und insofern stark auf die Kohlenstoffspeicherung wirken.

Bisher erzielen Forstbetriebe in Deutschland ihre Erträge überwiegend aus dem Holzverkauf. Im Fall einer In-Wert-Setzung der Senkenleistung können den Forstbetrieben auch Erträge aus diesem neuen Geschäftsfeld entstehen. Zur Beurteilung der Frage, welche Realisierungschancen die technischen Senkenpotentiale aus wirtschaftlicher Sicht haben, sind daher die Entwicklungen auf beiden Märkten für die Zukunft abzuschätzen.

Da sowohl die Holz- als auch die Zertifikatmärkte global und damit von globalen Rahmenbedingungen abhängig sind, wird ein globale makroökonomisches Gleichgewichtsmodell angewandt. Die Wahl fiel auf das Modell des „Global Trade Analysis Project“ (GTAP).

Dieses Modell besteht aus einer Vielzahl von Handelsregionen und -sektoren, unter anderem dem Forstsektor. Das Modell modelliert durch den Einbezug der gesamten Volkswirtschaft auch die Endnachfrage. Dadurch wird es möglich, die Effekte der Kohlenstoffspeicherung in Forst und Holz und die makroökonomischen Effekte abzubilden. Zertifikats- und Holzpreise und Holzmengen sind Ergebnisse der Modellierung, welche als entscheidende Größen in den Forst und Holzsektor einfließen. Die Datengrundlage bilden vor allem GTAP-Datenbanken und SRES Szenarien.

Eine Bewertung der Ergebnisse bildet den Abschluss des Teilprojektes und wird unter Einbezug verschiedener Stakeholder aus dem Umfeld der Forst- und Holzwirtschaft durchgeführt.